
Auf Sylt haben wir an einem Teeseminar von Ernst Janssen teilgenommen und sein Buch Janssens Tee Almanach
gekauft. Dies sind seine Erkenntnisse zur Teezubereitung:
Aufbrühtemperatur:
100°C für Grünen Tee, Oolong Tee und Schwarzen Tee. Bei Schwarzem Tee ist die Temperatur nötig, um die geschmackgebenden Polyphenole zu lösen. Aber auch bei Grünem Tee hat ein Aufguss mit siedendem Wasser nach neueren Forschungsergebnissen Vorteile. Denn die Menge der sich lösenden Katechine sinkt mit der Temperatur rapide. Sie sind für die gewünschte antimutagene und antikarzinogene Wirkung verantwortlich.
Ziehzeit
Innerhalb der ersten 3 Minuten lösen sich ca. 3/4 des Coffeins. Die Wirkung des Grüntees setzt etwas langsamer ein, hält dafür aber länger an. Auch die enthaltenen Vitamine sind dann größtenteils gelöst.
Die beruhigende Wirkung auf Muskeln und Nerven, die nach der dritten Minute beginnen soll, ist wissenschaftlich nicht bestätigt.
Nach 5 Minuten beruhigt der Tee die Magen- und Darmmuskulatur. Das kann bei Durchfallkrankheiten erwünscht sein, eine Einschlafhilfe ist es aber nicht.
Teeblattmenge
Die Blattmenge bei Grün- und Schwarztee sollte nur 6-8 Gramm pro Liter betragen (bei hartem Wasser etwas mehr). Höhere Mengenangaben entstammen einer Zeit, in der verseuchtes Wasser mittels Tee hygienisiert werden musste.
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